Abgeschlossene Projekte (seit 2007)
Personal
Facharzt für Onkologie
Wenn die vierjährige, an akuter Leukämie erkrankte Marie mit ihrer Mutter in die Onkologisch - Hämatologische Tagesklinik (OHTK) des Dr. von Haunerschen Kinderspitals kommt, ist sie eines von etwa 30 Kindern, die dort täglich untersucht und behandelt und deren Eltern beraten werden. Diese Flut von medizinisch-therapeutischen Problemen, die Kinder und Jugendliche mit schweren Erkrankungen aufweisen, haben eine Oberärztin und zwei Assistenzärzte zu bewältigen versucht. Während sich die Patientenzahlen in der OHTK in den vergangenen 5 Jahren verdoppelt haben (2007: ca. 750 Patienten, ca. 7600 Patientenvorstellungen) blieben die Arztstellen konstant. Eine äußerst prekäre Situation. Um diesen Missstand zu verbessern, finanzierte der "Hauner Verein" 2009 eine halbe Arztstelle in der Onkologie, damit Kindern wie Marie ausreichend Zeit eingeräumt werden kann, um sich mit ihnen und mit ihren spezifischen medizinischen und psychosozialen Problemen eingehend zu befassen.
Der Verein finanzierte eine volle Arztstelle in der Abteilung Gastroenterologie,
Hepatologie, insbesondere zur Betreuung von Kindern mit schweren Lebererkrankungen,
die vor oder nach einer Lebertransplantation stehen.
Der Hauner Verein finanzierte 2008 eine halbe Arztstelle in der Nephrologie, um Fehlbildungen der Nieren, Harntransportstörrungen oder chronische Nierenerkrankungen zu behandeln. Mit dieser Stelle konnte allein die nephrologische Ambulanzsprechstunde von 1 1/2 Tagen auf 3 Ambulanztage erhöht werden, um dem großen Behandlungsbedarf gerecht zu werden. Außerdem übernahm er in einer Übergangsfinanzierung die Kosten für eine weitere Fachärztin, die sich besonders für eine Kooperation des Dr. von Haunerschen Kinderspitals und dem Schwabinger Kinderkrankenhaus bezüglich dem Aufbau von Heimdialyseplätzen einsetzt.
Medizinisch-Therapeutisches Gerät
Elektrisch höhenverstbare Liege 
Das EKG – Labor der Klinik benötigte dringend eine höhenverstellbare Behandlungsliege: “ Da wir hier im EKG eine rückenfreundliche Patientenliege haben (d.h., sie ist höher als die üblichen Untersuchungsliegen), ist es für die Patienten die im Rollstuhl zu uns kommen (z.B. mit Muskeldystrophie) besonders beschwerlich auf die Liege zu kommen. Trotz vorhandenen Tritthocker müssen
wir die teilweise sehr schweren Patienten auf die Liege heben. ”Der Hauner Verein freut sich, dass er Dank einer privaten zweckgebundenen Spende diesen Wunsch erfüllen konnte.
Beatmungsgerät
Ein schwerst erkranktes Kind auf eine Intensivstation zu verlegen, ist für
Eltern ein Albtraum und für die behandelnden, verantwortlichen Ärzte eine große
Herausforderung. Sie werden mit allen verfügbaren Mitteln versuchen, das Leben
des Kindes zu retten.
Doch was geschieht, wenn keineswegs "alle Mittel" verfügbar sind?!
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Unsere Pädiatrische-Intensiv-Pflege-Station (PIPS) verfügt zwar grundsätzlich über 10 Beatmungsplätze, doch leider bestand nur die Möglichkeit maximal 8 Patienten zu beatmen. Hierfür standen uns 6 Beatmungsmaschinen und 2 ältere, oft reparaturbedürftige Geräte zur Verfügung. Zuletzt genannte Maschinen können nur bei bestimmten Indikationen eingesetzt werden. Ein Großteil der Beatmungsgeräte ist durch so genannte Langzeitpatienten über Monate belegt, so dass wir im Notfall oftmals große Schwierigkeiten hatten, ein Beatmungsgerät einsetzen zu können. Hin und wieder halfen uns die anderen Intensivstationen vorübergehend mit Leihgeräten aus, wenn diese zufällig frei waren.
Eine untragbare Situation für alle Beteiligten, die so schnell wie möglich verändert werden musste!
Die "Elterninitiative Intern 3 im Dr. von Haunerschen Kinderspital", die "Krebshilfe Ebersberg" und der "Hauner Verein" haben beschlossen, in einer gemeinsamen Anstrengung, die Kosten von insg. 30.000.- Euro für ein hochmodernes, neues Beatmungsgerät jeweils zu dritteln, um die Anschaffung zu erleichtern und Dank einer erfolgreichen Spendenaktion ist dies auch gelungen!
Zusatzmodul für das gespendete Beatmungsgerät
Wir freuen uns, dass wir zu dem bereits anteilig gestifteten Beatmungsgerät ein
Zusatzgerät anschaffen können, dass
den behandelnden Ärzten die Option gibt, eine spezielle Patientengruppe mit
einem Helium-haltigen Atemgemisch zu versorgen, das wegen seiner geringen Viskosität nicht nur die Atmung sehr erleichtert,
sondern auch das beatmen!
Lokomat
Zu den beendeten Projekten für den "Hauner Verein" zählt auch der Lokomat:
Die Abteilung für Entwicklungsneurologie untersucht, wie mit Hilfe
eines
Gehtrainers “Lokomat”, die Gehfähigkeit
von bewegungsgestörten Kindern (z.B. nach Hirntumor, Schädel-Hirn-Trauma
oder Cerebralparese) langfristig verbessert werden kann und stellt
erstmalig und modellhaft in Deutschland diese Therapieform zur Verfügung.
Wenn Sie mehr über die Arbeit mit dem Lokomaten wissen möchten,
klicken Sie hier >> ![]()
Spiral - Computertomographen (CT)
Der Verein zur Unterstützung des Dr. von Haunerschen Kinderspitals
beteiligte sich 2001 mit 200 000 DM an der Finanzierung eines hochmodernen
Spiral -
Computertomographen (CT) mit Dosisautomatik, dessen Gesamtkosten sich auf
600 000 DM beliefen. Dieses in der Röntgenabteilung der Klinik inzwischen
unverzichtbare Gerät ermöglicht Dosis-reduzierte Bildgebung von
hoher Qualität (Dosisreduktion um 80% gegenüber einem Standard-CT),
die insbesondere Patienten mit soliden Tumoren und Patienten mit Lungenerkrankungen
zugute kommt.
Umbauarbeiten
Mütterzimmers
Die Klinikdirektion und das Universitätsbauamt veranlasste im Jahre
2000 eine gründliche Renovierung des sogenannten "Mütterzimmers" der
Klinik, in dem Eltern schwerstkranker Patienten der Intensivstation unentgeldlich
in der Nähe ihrer Kinder übernachten können. Dank der Vermittlung
von Frau E. Fischinger, unserer damaligen Mitarbeiterin im "Hauner Verein",
finanzierte der Zonta-Club München die sehr ansprechende Innenausstattung
dieses Eltern-Übernachtungszimmers mit 4 Schlafplätzen.
Das fröhliche Krankenzimmer
Von 1998 bis Ende 2002 unterstützte der "Hauner Verein" Personal
der Kinder-Bibliothek "Das fröhliche Krankenzimmer". Diese
Bibliothek - ein Projekt des Ärztinnen-Bundes, hat Modellcharakter.
Hier können Patienten sowie deren Eltern Lektüre jeglicher
Art, für jedes Kindes- und Jugendlichen - Alter ausleihen. Diejenigen
Patienten, die nicht mobil sind, werden am Bett mit neuem "Lese-Futter" versorgt:
die Mitarbeiterinnen der Bibliothek besuchen mit ihrem Bücherwagen
in regelmäßigen Abständen alle Stationen, eine äußerst
beliebte Einrichtung innerhalb der Kinderklinik.
Außerdem beteiligte sich der Verein ganz oder anteilig an der Finanzierung von Mitarbeitern in verschiedenen Bereichen.
Fortbildung
Schulung von Klinikpersonal in Gesprächsführung
Das Gespräch zwischen Arzt und Patient spielt eine wichtige Rolle im klinischen Alltag. Anamneseerhebung, Aufklärung über diagnostische Maßnahmen und Übermittlung von Ergebnissen basieren auf den kommunikativen Fähigkeiten des Arztes. In der Kindermedizin sind die Gespräche komplexer, denn es handelt sich meist um eine Situation mit mehreren Gesprächspartnern, das heißt mit Eltern und Kind. Außerdem sind das Alter und der Entwicklungsstand des kindlichen Patienten für die Kommunikation - insbesondere in schwierigen Situationen - entscheidend. Verbesserung von kommunikativen Fähigkeiten der Ärzte kommt unmittelbar den Kindern zugute. Training in Gesprächsführung gehört deshalb in die Ausbildung von Medizinstudenten und in die Weiterbildung von Ärzten.
Wenn Sie mehr über die Schulung erfahren möchten, klicken Sie hier >> ![]()

